01.06.2016

867 Stunden Katastropheneinsatz

Um 11:03 Uhr am vergangenen Montag löste die Kreisleitstelle in Wesel die Funkmeldeempfänger des THW Ortsverbandes Wesel aus.

Vorangegangen waren extrem starke Regenfälle in der Gemeinde Sonsbeck. Aufgrund eines Dachstuhlbrandes konnte die Feuerwehr Sonsbeck die Vielzahl der witterungsbedingten Einsätze nicht mehr zeitnah abarbeiten. Der Ortsverband Wesel unterstützte mit zwei Bergungsgruppen und 14 Helfern beim Leerpumpen von Kellern und Tiefgaragen. Gegen 17:00 Uhr war dieser erste Einsatz beendet.

Aufgrund  der sich abermals verschlechternden Wetterlage, erfolgte ab dem Mittwochabend ein zweiter Einsatz mit den Schwerpunkten Sonsbeck, Xanten und Hamminkeln. Im Verlauf des Einsatzes wurden Erkundungen durchgeführt und Pumparbeiten geleistet. In der Nacht zu Donnerstag rief der Kreis Wesel den Katastrophenalarm aus. Eine Gruppe unterstütze in Folge dessen in Dingden am Mumbeckerbach beim Bau eines Sandsackdeiches, hier drohte ein Wohngebiet überflutet zu werden. Zeitgleich leistete eine andere Gruppe in Sonsbeck Pumparbeiten. Außerdem transportierte der OV Wesel Sand und Sandsäcke und übernahm auch die Befüllung. Des Weiteren wurde mit einem 50KVA Stromerzeuger vor Ort die elektrische Energie für die Großpumpen des THW OV Dinslaken bis einschließlich Freitagmittag bereitgestellt. In der Nacht zu Freitag leuchtete die 1. Bergungsgruppe mit Hilfe eines Lichtmastanhängers Deichabschnitte in Hamminkeln-Ringenberg aus. Hier bestand akut die Gefahr eines Deichbruches an der Issel. Am Freitagnachmittag wurde auf Anforderung des Katastrophenstabes ein Bereitstellungsraum für weitere vier Bereitschaftszüge der Freiwilligen Feuerwehr auf dem Gelände des THW Wesel eingerichtet. Im Verlauf des Abends lösten fünf Helfer des OV Wesel eine IuK-Gruppe (Information und Kommunikation)  des Kreises Wesel in der Leitstelle der FW-Hamminkeln ab. Während des gesamten mehrtägigen Einsatzes unterstütze außerdem ein THW-Fachberater den Katastrophenstab in der Kreisleitstelle Wesel.

Ein besonders gefragter Experte war der Fachberater Deichverteidigung, auch hier stellte das THW Wesel einen von drei eingesetzten Kräften.  Dieser Fachberater ist durch seine spezielle Ausbildung in der Lage den Zustand der Deiche technisch zu beurteilen. Auf dieser Grundlage kann und konnte die Einsatzleitung entsprechende Maßnahmen anordnen.

In der Nacht zu Samstag endete der Einsatz für alle Helfer des OV Wesel, welche ihren Dienst ausschließlich ehrenamtlich verrichten.

Über den gesamten Zeitraum verteilt, waren alle Helfer des Ortsverbandes im Einsatz, über die Einsatzdauer wurden so 867 Einsatzstunden geleistet.

Bist auch Du interessiert bei örtlichen und überörtlichen Katastrophen der Bevölkerung zu helfen, dann laden wir Dich herzlich ein unseren Ortsverband kennen zu lernen.

Text: Kai Schellen, Johannes Sorge


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